Du hast Fragen zu Liebe, Freundschaft oder Verhütung?

Hier findest du schnell Antworten auf deine Fragen!

Liebe, Freundschaft, Veränderungen des Körpers, das erste Mal, Verhütungspannen, Sexualität? Viele Fragen beschäftigen Dich vielleicht. Wir haben Dir hier die wichtigsten Antworten zu verschiedenen Themen zusammengefasst.

 

Sex und Lust

Ab welchem Alter darf ich Sex haben?

Wenn deine Freundin/dein Freund unter 14 Jahre alt ist, lasst euch lieber noch ein wenig Zeit mit dem ersten Mal Geschlechtsverkehr. Selbst wenn ihr beide Lust aufeinander habt, der ältere von euch beiden macht sich mit den sexuellen Handlungen strafbar. Und das auch dann, wenn er nur ein bisschen älter, also beispielsweise gerade 14 geworden ist. Diese Regel findet ihr bestimmt überflüssig, wenn ihr total verliebt seid und viel Vertrauen zueinander habt.

Dafür gibt es aber eine wichtige Begründung: Bis zu eurem 14. Geburtstag seid ihr nach deutschem Recht noch Kinder. Und dieses Gesetz dient der Sicherheit von Kindern. Mädchen und Jungen sollen damit vor sexuellem Missbrauch geschützt werden.

Was ihr auch noch wissen solltet: Diese Regelung bezieht sich nicht nur auf Sex. Wer sich mit einem unter 14-jährigen Kind Pornos anschaut, sich vor ihm selbst befriedigt oder andere sexuelle Handlungen (z.B. Petting) durchführt, geht das Risiko ein, dafür bestraft zu werden.

Wenn ihr 14 seid und miteinander schlafen wollt, braucht ihr keine Angst mehr vor rechtlichen Konsequenzen zu haben. Natürlich solltet ihr dann an passende Verhütungsmittel denken!

Trotzdem gibt es Situationen, woraus mögliche Konsequenzen für euch entstehen können: Wenn einer von euch unter 16 Jahre alt ist und eure Partnerin/euer Partner schon über 21 Jahre, kann sich der ältere eventuell strafbar machen, wenn die jüngere Person noch sehr unerfahren ist. Dann kann sie möglicherweise nicht einschätzen, ob sie Sex haben möchte oder nicht.

Das heißt im Gesetz dann „fehlende Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung“. Wenn angenommen wird, dass die ältere Person die Unerfahrenheit der jüngeren ausgenutzt hat, gilt das als Missbrauch.

Noch was: Solange du unter 18 bist, bist du für Menschen, die in irgendeiner Weise für dich verantwortlich sind, eine sogenannte „schutzbefohlene Person“. Das kann zum Beispiel deine Lehrerin, dein Betreuer in der Wohngruppe oder einer der Jugendleiter*innen im Feriencamp sein.

Hier ist Vorsicht geboten, auch wenn du den Geschlechtsverkehr selbst wolltest.

Wenn öffentlich wird, dass eine (erwachsene) Bezugsperson mit dir Sex hatte wird von einer Ausnutzung ihrer Stellung und des besonderen Abhängigkeitsverhältnisses ausgegangen.  Diese Person kann sich dadurch strafbar machen, auch wenn es kein ungewollter sexueller Übergriff war.

 

 

Ich will in den Urlaub fahren, welche Regeln gelten im Ausland?

Wenn du im Ausland im Urlaub bist, musst du beachten, dass die Altersgrenzen bei jungen Frauen und Männern anders sein können. In Spanien beispielsweise liegt die Grenze für die Erlaubnis zum Sex nicht bei 14, sondern bei 16 Jahren. Falls du also vorhaben solltest, im Urlaub mehr als nur zu flirten, solltest du über das Schutzalter Bescheid wissen. Pass auf, welche sexuellen Handlungen im Urlaubsland erlaubt oder verboten sind.

Wichtig: Wenn du schwul oder lesbisch bist, informiere dich auf jeden Fall vorher über die Gesetze im Urlaubsland.  Gleichgeschlechtlicher Kontakt ist leider immer noch in vielen Ländern verboten, wird als strafrechtlicher Tatbestand geahndet und kann zu schweren Bestrafungen führen.

Dürfen meine Eltern mir Sex verbieten?

Kurz und knapp: Nein, aber….

Wenn die grundsätzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, d.h. du bist mindestens 14 Jahre alt und deine Freundin oder dein Freund ist kein Schutzbefohlener von dir ist, dann können dir deine Eltern sexuelle Handlungen und Erfahrungen nicht verbieten. Dieses Thema ist dann allein deine Angelegenheit.

Deine Eltern können dir aber z.B. verbieten, dass ihr gemeinsam bei euch zu Hause schlaft. Und das können sie sogar auch, wenn du schon über 18 Jahre alt bist.

Solange du keine eigene Wohnung hast und noch zuhause bei deinen Eltern wohnst, haben sie das Hausrecht. Sie können bestimmen, wer sich wann, wo und wie lange bei euch zu Hause aufhalten darf.

Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt

Was heißt es eigentlich, „queer“ zu sein?

Eigentlich bedeutet das englische Wort „queer“ so viel wie andersartig, schräg. Heute benutzen wir die Bezeichnung „queer“ für Menschen, die außerhalb unserer „hetereonormativen Gesellschaft“ leben, in der es normativ und damit „normal“ ist, dass sich ein Mann zu Frauen hingezogen fühlt und andersherum.

Queere Menschen brechen mit diesem Rollenbild, in dem sie das gleiche Geschlecht begehren und homosexuell sind (schwul, lesbisch), beide Geschlechter begehren und damit als bisexuell gelten oder andere Formen der Sexualität ausleben wie die Pan- oder Asexualität. Queer steht heutzutage für vielfältige Beziehungs- und Lebensformen und eine Bewegung, die dafür kämpft, dass queere Menschen genauso anerkannt werden wie heterosexuelle Menschen.

Du glaubst queer zu sein, weil du dich als Mädchen zu anderen Mädchen hingezogen fühlst oder vielleicht sogar gar kein Interesse an Sex hast? Dann findest du im Internet unter dem Begriff „queer“ interessante Foren und Austauschmöglichkeiten mit Menschen, denen es ähnlich geht. Falls du Begriffe wie „queer“ oder „lesbisch“ eher als belastend empfindest, brauchst du sie auch nicht für dich zu nutzen. Du kannst deine Sexualität so ausleben, wie es sich für dich und deine/n Sexualpartner/in richtig und gut anfühlt, ganz ohne sie zu benennen und in Schubladen zu stecken.

 

Bin ich „transgender“?

Wenn du dich nicht eindeutig als Junge bzw. Mann oder Mädchen bzw. Frau bezeichnen möchtest, bist du transgender, ja. Transgender-Personen können sich entweder nicht mit dem biologischen Geschlecht, mit dem sie zur Welt gekommen sind, identifizieren oder lehnen die Entweder-oder-Kategorien „Frau“ und „Mann“ ab.

So kann es sein, dass du als Mädchen zur Welt gekommen bist und lange das Gefühl hattest, im falschen Körper zu sein, weil du dich eher als Junge empfunden hast. Vielleicht hast du lieber Jungenkleidung getragen und dich irgendwann gefragt, ob du noch mehr machen kannst, um dich zu verwirklichen. Im Jugendalter ist es Transgender-Personen möglich, eine Hormontherapie zu beginnen, die den Prozess der Verweiblichung oder Vermännlichung weiter vorantreiben kann. Solltest du nach der Hormontherapie noch nicht am Ziel angekommen sein, hast du die Option, Geschlechtsmerkmale und -teile im Erwachsenenalter operativ an deine Geschlechtsidentität anzupassen. Dies muss jedoch betreut und wohl überlegt sein.

Falls wir dich dazu beraten dürfen, melde dich gerne bei uns.

Und was ist Gender?

Der Begriff „gender“ steht für das soziale Geschlecht, das heißt die Geschlechtsidentität. Diese Geschlechtsidentität besteht aus zahlreichen Annahmen und Erwartungen, die an eure Identität als Mädchen/Frau beziehungsweise Jungen/Mann gebunden sind. Was heißt das genau?

Du hast bestimmt schon bemerkt, dass Jungen mit anderen Farben, Spielsachen und Eigenschaften identifiziert werden als Mädchen. Und das beginnt schon bei der Geburt, zu der Jungen oft blaue und Mädchen rosafarbige Kleider geschenkt werden. Fortgeführt wird es in der Familie und im Kindergarten, in denen Jungen eher an Themen wie Baustelle oder Fußball herangeführt werden und Mädchen an Puppen oder Kochen.

Worin sich Wissenschaftler uneinig sind, ist inwieweit das biologische Geschlecht, im Englischen „sex“, das soziale Geschlecht prägt. Das heißt, sie fragen sich, inwieweit sich die Geschlechtsorgane, die Beschaffenheit des Gehirns und die Hormonspiegel, die Mädchen/Frau oder Junge/Mann haben, auf ihr soziales Verhalten auswirken.

Verhütung

Wer ist für Verhütung verantwortlich?

Verhütung geht Euch beide etwas an! 

Am Besten informiert ihr Euch gemeinsam, bevor ihr miteinander intim werdet, über eine für Euch geeignete Verhütungsmethode. Auch bei Zärtlichkeiten wie Petting kann Samenflüssigkeit in die Vagina gelangen und es kann zu einer Schwangerschaft und/oder zu einer Übertragung von STI - sexuell übertragbaren Infektionen kommen. 

 

 

 

 

 

Welches Verhütungsmittel ist das Richtige für mich?

Es gibt viele verschiedene Verhütungsmethoden, hormonelle und mechanische Methoden. Welches Verhütungsmittel für Dich das passende ist, bleibt immer auch eine persönliche Entscheidung. 

Wichtig ist, dass die entsprechende Methode sehr sicher, leicht anwendbar und für Dich gut verträglich ist. 

Auch sollten bei der Wahl eines Verhütungsmittels die Kosten dafür berücksichtigt werden. 

Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille, Hormonspirale, Drei-Monats-Spritze, Vaginalring, Verhütungspflaster und das Hormonimplantat gibt es nur auf Rezept über Deine/Deinen Gynäkolog*in.

Bis zu Deinem 22. Geburtstag übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. 

Mein Körper

Welche Menstruationsprodukte gibt es?

Die bekannten Klassiker wie Binden und Tampons sind fast jedem ein Begriff.

Binden und auch Tampons saugen das Blut auf und müssen regelmäßig gewechselt werden.

Eine weitere Variante ist die Menstruationstasse. Sie wird meist aus Silikon, Kunststoff oder auch Latex hergestellt und fängt das Blut auf. Vorteil: die Menstruationstasse ist wiederverwendbar und kann bis zu 8 Std. getragen werden.

Noch eine weitere Möglichkeit: das Tragen von Menstruationsunterwäsche. Die Unterhose ist verstärkt, ähnlich wie eine Binde und saugt das Menstruationsblut auf. Die Unterhose muss nach dem Tragen kalt ausgespült und dann in der Waschmaschine gewaschen werden.

Zu guter Letzt: Menstruationsschwämmchen

Die Schwämmchen funktionieren ähnlich wie Tampons, können jedoch nach der Benutzung ausgewaschen werden und sind wiederverwendbar.

Für welches Menstruationsprodukt sich eine Frau entscheidet ist individuell – auch eine Kombination aus mehreren Produkten ist möglich.

 

Was ist das Jungfernhäutchen und kann es beim ersten Mal reißen?

Der Begriff „Jungfernhäutchen“ ist irreführend, denn es gibt im Scheideneingang kein „Häutchen“, das bei beim Einführen eines Penis oder eines Tampons reißen kann. Vielmehr gibt es hinter dem Scheideneingang einen Ring aus Schleimhaut, der bei jeder Frau anders aussieht. Er ist sehr dehnbar und wird nach Verletzungen schnell wiederhergestellt.

Nur bei wenigen Frauen ist der Schleimhautring geschlossen und das Gewebe so dick, dass es beim Sex zu einer Blutung kommt. Falls es bei euch nach dem ersten Mal zu einer Blutung gekommen ist, müsst ihr euch keine Sorgen machen! Denn das verletzte Gewebe wird schnell wiederhergestellt und kein Arzt kann bei einer Untersuchung erkennen, ob ihr Sex hattet oder nicht. Stellt euch einfach vor, wie schnell das Schleimhautgewebe im Mund heilt, wenn ihr euch auf die Lippe oder die Backeninnenseite gebissen habt.

Auch bei der Benutzung von Tampons oder Selbstbefriedigung müsst ihr euch keine Gedanken machen, da der Schleimhautring hierbei in der Regel nicht verletzt wird.

Kann ich das Jungfernhäutchen wiederherstellen lassen?

Nein, es gibt kein Häutchen, das wiederherstellt werden kann. Es gibt einen Ring aus Schleimhaut, den euer Körper bei Verletzungen von sich aus wiederaufbaut.

Es gibt Frauen, die sich für einen chirurgischen Eingriff entscheiden, den man Hymenalrekonstruktion nennt. Bei diesem Eingriff wird das Schleimhautgewebe an dem Ring so aufgebaut, dass es beim ersten Geschlechtsverkehr nach dem Eingriff blutet. Dieser Eingriff ist kostspielig und bedenklich. Er wird oftmals durchgeführt, weil die betreffende Frau Angst hat, beim ersten Mal in der Ehe nicht als jungfräulich zu gelten. Dafür entscheiden sich Frauen, die vor der Ehe missbraucht wurden oder Angst davor haben, ihr Ehemann könnte ihre Scheide für nicht eng genug empfinden oder denken, ihr Jungfernhäutchen ist schon gerissen. Es kann auch sein, dass betroffene Frauen von ihrer Familie zu einem solchen Eingriff gedrängt werden.

Falls das auf euch zutrifft und/oder ihr solche Ängste kennt, meldet euch bei uns. Wir beraten euch gerne. Anonym und zuverlässig.

Was versteht man unter einer „Beschneidung“?

Bei einer „Beschneidung“ wird bei Jungen/Männern die Vorhaut des Penis entfernt und bei Mädchen/Frauen Teile der Klitoris und der Schamlippen. Da die Beschneidung der Mädchen/Frauen als besonderes Problem anerkannt wurde, sagt man hierzu auch „weibliche Genitalverstümmelung“. Aber was passiert bei der Beschneidung und worin unterscheidet sich die Praxis? Bei der männlichen Beschneidung wird Jungen die Vorhaut teilweise oder komplett entfernt. Sie wird zumeist aus religiösen Gründen in jüdischen und islamischen Gemeinschaften durchgeführt. Kritisch gesehen wird einerseits die Unmündigkeit der Jungen, da sie zumeist in einem so jungen Alter beschnitten werden, das sie nicht mitentscheiden können oder dürfen. Andererseits vernichtet die Beschneidung gefühlsempfindliches Nervengewebe, das, sofern es stimuliert wird, bei Jungen/Männern zum Lustempfinden beitragen kann. Auch die weibliche Genitalverstümmelung hat kulturelle Wurzeln, wobei die Motive vielfältig sind. Mädchen/Frauen lassen sich beschneiden oder werden dazu gezwungen, um mit diesem Ritual Teil ihrer Gemeinschaft zu werden, heiraten zu können, als schön und ästhetisch zu gelten und von ihrem Mann als Sexualpartnerin begehrt zu werden. Die weibliche Genitalverstümmelung ist sehr schmerzhaft, kann zu akuten Komplikationen wie Entzündungen und Infektionen führen und hat weitere langfristige Folgen. So wird das sexuelle Empfinden eingeschränkt und Sex kann als schmerzhaft empfunden werden. Außerdem können Geburten problematischer verlaufen und es kann zu Problemen bei der Periode und der dem Urinieren kommen.

Sowohl bei Jungen/Männern und Mädchen/Frauen gibt es die Möglichkeit, die Geschlechtsorgane wiederherstellen zu lassen. Bei den Jungen/Männern gibt es sogar eine Methode, bei der auf eine Operation verzichtet werden kann.

Sexuell übertragbare Infektionen (STI)

STI - was ist das?

STI ist die Abkürzung für sexuell übertragbare Infektionen, also Erkrankungen, mit denen man sich hauptsächlich beim Sex anstecken kann. 

Eine STI kann sehr unangenehm sein - es gibt jedoch keinen Grund sich zu schämen, denn viele Menschen sind mindestens einmal im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Dabei ist es egal, welche sexuelle Orientierung und welches Geschlecht sie haben. Solltest du eine STI haben gehe zu deinem/r Ärzt*in, für sie ist die Behandlung von STI etwas ganz Normales. 

 

Muss ich mich gegen HPV impfen lassen?

Kurz gesagt: Ja, es wäre besser für dich!

Eine Impfung kann schwere Erkrankungen im Laufe deines Lebens verhindern.

HPV sind Viren, die Humanen Papillom-Viren. Die Infektion mit HPV in Deutschland (und weltweit) gehört zu den am häufigsten sexuell übertragenen Infektionen (STI). Bis heute sind über 200 verschiedene HPV-Typen bekannt.

Der Erreger kann Geschlechtskrankheiten verursachen und sich durch Warzen auf der Haut und im Genitalbereich bemerkbar machen (Feigwarzen).

Fast jeder Mensch infiziert sich im Laufe seines Lebens mit humanen Papillomviren (HPV). Die meisten Infektionen jedoch, ca. 90%, heilen innerhalb von zwei Jahren unbemerkt aus. Eine andauernde Infektion allerdings führt zu Zellveränderungen, die sich zu Krebs entwickeln können.

In Deutschland sind geschätzt ungefähr 6 Millionen Frauen mit Humanen Papillomviren infiziert und mehrere hunderttausend Frauen entwickeln pro Jahr eine Vorstufe des Gebärmutterhalskrebses. Über 6000 Frauen (und mehr als 1500 Männer) erkranken jedes Jahr aufgrund von HPV an Krebs.

Bei Frauen verursacht HPV vor allem Krebs am Gebärmutterhals; bei Männern verursachen HPV-Infektionen vor allem Krebs im Mund- und Rachenraum, am Penis und im Analbereich.

 

Und: Keine Angst vor der Impfung!

Die Infektion wird bei hetero- wie homosexuellem ungeschütztem Geschlechtsverkehr übertragen. Der Gebrauch von Kondomen ist zwar eine sinnvolle Vorbeugemaßnahme, aber eine Unterbrechung des Infektionszyklus erreicht man nur durch eine hohe HPV-Durchimpfungsrate bei Frauen und Männern.

Eine Impfung vor dem ersten Sex ist daher sinnvoll, sie ist gut verträglich und mögliche Langzeit-Nebenwirkungen sind (noch) nicht bekannt.

Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen HPV für Mädchen und Jungen in einem Alter von 9 bis einschließlich 14 Jahren; bis einschließlich 17 Jahren kann man sich kostenlos nachimpfen lassen. Einige Krankenversicherungen übernehmen auch die Kosten für Frauen und Männer über 18 Jahren; hier lohnt es sich, bei deiner Versicherung einmal nachzufragen.

Doch auch wenn du geimpft bist, solltest du Kondome verwenden, um eine Ansteckung mit den Virustypen zu verhindern, die im Impfstoff nicht enthalten sind. Und auch die Krebsfrüherkennung bleibt für Frauen wichtig. Denn die Impfstoffe schützen zwar vor den häufigsten Viren, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können, aber nicht vor allen.

 

Sex im Internet und in sozialen Medien

Ich bin von Cybermobbing betroffen, was kann ich tun?

Gerade nimmt das Thema Cybermobbing und Hatespeech einen großen Raum in den sozialen Netzwerken ein - doch was heißt Cybermobbing?
"Unter Cybermobbing versteht man das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen anderer mithilfe von Internet- und Mobiltelefondiensten über einen längeren Zeitraum hinweg." (Klicksafe.de) 
Mitglieder des klicksafe Youth Panels haben eine Cyber-Mobbing Erste-Hilfe App entwickelt, in dieser ihr von zwei Coaches in kurzen Videoclips konkrete Verhaltenstipps bekommt, die euch Mut zusprechen und dich in den ersten Schritten gegen Cybermobbing vorzugehen begleiten.

Handysktor.de hat 8 Tipps für dich zusammengefasst, was Du tun kannst, um dich gegen Cybermobbing zu schützen und dagegen vorzugehen. 

Vergiss dabei nicht: Niemand hat das Recht, Dich zu verletzen und Dich zu beleidigen!

Was ist Cyber-Grooming?

Beim Cybergrooming versuchen Täter:innen einen vertrauensvollen Kontakt zu ihren meist minderjährigen Opfern anzubahnen, um sie im weiteren Verlauf sexuell zu missbrauchen.

Solltest Du von Cyber-Grooming betroffen sein, dann kannst Du den Online-Kontakt jederzeit abbrechen, wenn Dir etwas unangenehm ist. Nutze das Melde- oder Blockiersystem der Plattform, um Cybergrooming zu melden. (klicksafe.de)

Wende Dich an dir vertraute Personen und sprich mit anderen über dein Erlebnis - suche Dir Hilfe!

(un)gewollte Schwangerschaft

Ich bin ungeplant schwanger, was nun?

Solltest Du Sorge oder Angst vor der Reaktion anderer haben, ist es wichtig, zunächst mit Dir vertrauten Personen, Deinem Freund/ Deiner Freundin, oder Deiner Familie darüber zu sprechen und dir Hilfe zu suchen. Auch kann Dir ein Gespräch in einer Schwangerschaftskonfliktberatung helfen, um eine Entscheidung für Dich zu treffen - es gibt dabei kein Richtig oder Falsch. Das Ziel der Beratung ist, das ungeborene Leben zu schützen und Dir Möglichkeiten mit einem Kind aufzuzeigen. Du bekommst dort Informationen über einen Schwangerschaftsabbruch und auch über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten und weitere Hilfen. Die Berater*innen stehen unter Schweigepflicht, sodass Du ganz offen sprechen kannst. Die Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch oder das Austragen der Schwangerschaft liegt alleine bei Dir. 

Liebe und Partnerschaft

Das erste Mal

Beim ersten Mal solltet ihr Euch viel Zeit lassen, einen Ort wählen, an dem ihr Euch beide wohlfühlt und entspannen könnt. Geht es langsam an, erwartet nicht zu viel und nehmt es mit Humor! Ist Dir etwas unangenehm, rede mit Deinem/ Deiner Partner*in darüber - das solltet ihr immer tun, gerade wenn es um Sexualität geht. 

 

Du hast Liebeskummer?

Verliebt sein ist etwas wunderschönes, doch wenn eine Beziehung zu Ende geht, es zu Problemen in einer Beziehung kommt oder die Liebe nur einseitig empfunden wird - dann kann es zu schmerzenden und unangenehmen Gefühlen kommen.

Was könnte Dir helfen, um Deinen Liebeskummer etwas erträglicher zu machen? Was würde Dir gut tun?

Nimm Dir Zeit Deinen Schmerz und deinen Kummer zu verarbeiten. Hilfreich sind Gespräche mit Dir nahestehenden Personen, Deinen Freund*innen oder Deiner Familie. Vertraue Dich ihnen an!

Unternimm etwas, was Dir gut tut, um auf andere Gedanken zu kommen. Das Aufschreiben in ein Tagebuch, oder das Schreiben eines Briefes, um so Deine Gefühle rauszulassen und zu verarbeiten kann auch eine weitere Möglichkeit für Dich sein.

Wenn Du dringend mit jemandem über Deinen Kummer sprechen möchtest, wende Dich an Uns oder auch an das Kinder- und Jugendtelefon der nummergegenkummer, dort ist immer jemand für Dich da.

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